Hypnosetherapie/Hypnoanalyse 

Das griechische Wort „hypnos“ heißt zu deutsch Schlaf. Hypnose ist jedoch eher vergleichbar mit der Empfindung, die man zwischen dem Schlaf- und Wachbewusstsein verspürt und ist vielmehr die Erfahrung einer tiefen und wohltuenden Entspannung.

Die klinische Hypnose arbeitet aufdeckend in Zusammenarbeit mit dem Klienten, der entgegen vieler Annahmen weiterhin sprechen kann, die Hypnose mitbekommt und sie jederzeit eigenständig abbrechen könnte, wenn er das möchte. Während der Hypnose werden vom Unterbewusstsein ausschließlich die Suggestionen (positive Gefühle, innere Motivationen und Ziele) aufgenommen, die den Werten des Klienten entsprechen. 

Unser Gehirn sendet im Laufe unserer Entwicklung unterschiedliche Wellen aus. In den ersten 24 Monaten unseres Lebens befinden wir uns im Delta-Zustand (Frequenz/Schwingungszahl zwischen 0,5 und 4 Hertz) und sind überwiegend im Tiefschlaf. Unser Bewusstsein ist noch komplett ausgeschaltet und ausschließlich unser Unterbewusstsein ist aktiv. Mit dem zweiten Lebensjahr wechselt die Frequenz in den Theta-Zustand (4 – 8 Hz) und wir erleben ihn vergleichbar mit einer tiefen Meditation. Unser Unterbewusstsein ist absolut empfänglich für Suggestionen. Etwa ab dem sechsten Lebensjahr, befindet sich unser Gehirn in dem sogenannten Alpha-Zustand (8 – 13 Hz) und wir sind in einem Zustand, vergleichbar mit einer Hypnose, in der unser Unterbewusstsein Suggestionen sehr gut aufnehmen kann. Ab dem 12. Lebensjahr wechselt unser Gehirn in den Beta-Zustand (13 – 38 Hz) und es bildet sich eine Brücke zwischen unserem Unterbewusstsein und Bewusstsein. Unser kritischer Verstand entwickelt sich und wir sind in der Lage logisch zu denken.

In den Zeiten, in denen das Unterbewusstsein besonders aktiv ist, machen wir unsere ersten Schritte ins Leben. Begleitet werden diese Erfahrungen von unzähligen Versuchen in vielen Bereichen und leider oft auch mit Aussagen wie; das schafft du nicht, du bist zu klein, zu dick, zu dünn, zu ungeschickt, zu langsam, zu unbeholfen oder aber, das andere Kind kann das schon. Hier können sich aufgrund der niedrigeren Schwingungen in unserem Gehirn und der guten Anbindung an unser Unterbewusstsein sehr viele Glaubenssätze unbemerkt festschreiben, die uns später vor verschlossenen Türen stehen lassen. 
Wir machen im Laufe der Jahre weiterhin unsere Erfahrungen, gewinnen neue Erkenntnisse und legen auch hier wieder unbemerkt Glaubenssätze an. Einige treffen auf bereits vorhandene Überzeugungen, werden dadurch (ungewollt) bestätigt und kraftvoller, bis wir letztendlich von unserem „Das steht mir nicht zu.“ oder „Das kann ich nicht.“ überzeugt sind.

In der Hypnose arbeiten wir im niedrigeren Frequenzbereich (bis 13 Hz) unseres Gehirns, können die im Unterbewusstsein verdrängten Gefühle und tiefsitzenden Ereignisse detailliert abrufen, Glaubenssätze aufdecken und gezielt auflösen. Man kann sich das wie folgt vorstellen:

„Wenn wir uns selbst als eine Firma verstehen, sitzt der Direktor in unserem Bauch und möchte gerne bestimmte Ziele in seinem Unternehmen erreichen. Unser Denker ist der Pförtner und lässt nur rein, wen oder was er aufgrund der festgeschriebenen Glaubenssätze kennt. So können häufig Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstliebe schwer gelebt werden und folglich Gesundheit, Liebe, Erfolg und Glück nur bedingt eintreten. In der Hypnose wird der Pförtner in die Mittagspause geschickt und findet danach eine Liste mit neuen Zugangsberechtigungen vor.“

(Quelle: Dr. Norbert Preetz während meiner Ausbildung zur Hypnosetherapeutin)